Skúta fra Hafsteinstödum – Rentnerin

Isländer, Stute, Braune, geb. 1989

Vor vielen vielen Jahren rief mich meine Freundin Carola an. Sie suchte einen guten Platz für eine kleine Islandstute, die sie aus Mitleid gekauft hatte. Es handelte sich um eine Stute, die keiner richtig reiten könne, die aber wahnsinnig schnell Rennpaß laufen würde.

Carola hatte gesehen, wie brutal mit der kleinen Stute umgegangen wurde. Das Pony wurde von mehreren starken Männern festgehalten und gesattelt, dann setzte ich einer drauf, die Männer ließen los und das Pony raste in wilder Panik im Rennpaß los. Für die Männer war das eine Riesengaudi und großer Sport. Carola sagte, sie hätte der Stute in die verängstigten Augen geschaut und gewusst, dass sie ihr helfen müsste. Sie nahm das Pferd also mit zu sich nach Hause. Dort hatte sie allerdings eine reine Hengsthaltung – dazu noch auf engstem Raum. Die Jungs waren so aus dem Häuschen, dass eine Lösung gefunden werden musste.

So kam Skúta zu uns. Skúta war scheu wie ein Wildpferd – vermutlich völlig traumatisiert. Es brauchte ein Jahr geduldiger Arbeit bis zumindest Mädchen mit ihr umgehen konnten – ganz behutsam und sehr achtsam. Bis Skúta sich von Männern anfassen ließ, dauerte es noch viele Jahre.

Inzwischen scheinen die Wunden in ihrer Seele geheilt. Skúta ist geborgen in ihrer Herde und vertraut den Menschen, die mit ihr umgehen. Skúta hat 25 Jahre als Reitschulpferd gearbeitet und ihren Job toll gemacht. Je länger sie bei uns war, desto zutraulicher und selbstbewußter wurde sie. In den letzten Jahren kam sie ihren Reitkindern immer in freudiger Erwartung brummelnd entgegen gelaufen.

Reitunterricht ist inzwischen ein bißchen viel für Skúta. Aber manchmal trägt sie noch die ganz kleinen Kindergartenkinder mit denen sie unglaublich lieb und sanft umgeht.

 

 

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